Chrysorrogiátissa-Kloster

File 311Das großartige Chrysorrogiátissa-Kloster finden Sie landeinwärts ca. 20 km nordöstlich von der Küstenstadt Páfos entfernt in den Anhöhen des Tróodos-Gebirges. Der kleine Ort Panagía liegt dem Kloster mit ca. 1,5 km am nächsten und ist die Geburtstadt des Erzbischofs und Befreiungskämpfers Makários III. Am Hauptplatz thront eine Denkmal-Statue des Makários und ein Geschichts- und Kulturzentrum zeigt viele Erinnerungsstücke an ihn. Vom Dorfzentrum aus mit seinen Kaffeehäusern ist der kurze Weg durch die Gassen zum Makários-Geburtshaus ausgeschildert, das zu besichtigen möglich ist. Eine weitere Attraktion des Dorfes bildet die Weinkellerei Vouní Panayiá direkt am Ortseingang, die Weinproben und Besichtigungen anbietet.

Das Kloster erhebt sich in der Ferne zwischen Wäldern und terrassierten Weingärten. Auch hier wird Wein produziert und im reich mit blühenden Pflanzen und Sträuchern bewachsenen Innenhof können Sie unter anderem den beliebten Monastere, einen trockenen, im Eichenfass gelagerten Rotwein verkosten und kaufen. Die Weinkellerei produziert noch vier weitere verschiedene Weiß-, Rot- und Roséweine. Die Werkstatt des Klosters beschäftigt sich unter der Leitung des Abtes mit Restaurierungsarbeiten von historischen Ikonen aus ganz Zypern. Besichtigungen der Werkstatt sind ebenfalls möglich.

Auch der Bau des Klosters geht auf eine Ikone zurück, die vom Evangelisten Lukas gemalt worden seien soll. Sie stellt die Mutter Gottes dar und hängt heute noch an der Ikonostase im Inneren des Klosters. Sie soll Kranken, Schiffbrüchigen, Verfolgten und sogar Verbrechern helfen. Unzählige Weihgeschenke um die Ikone lassen erraten, dass sie dem einen oder anderen tatsächlich geholfen hat. Ihr Weg nach Zypern und ihre Entstehung bleiben legendär. Die Legende besagt, dass sie einst während des Bilderstreits im 8. Jh., als darüber debattiert wurde, ob christliche Bilder zu verehren seien oder nicht, gerettet werden konnte. Daraufhin wurde sie an Zyperns Küste angeschwemmt und lange versteckt, bis man sie im 12. Jh. fand und ihr ein Kloster errichtete, das sie seitdem nicht mehr hergab. Der Gottesmutter zu Ehren finden jährlich an Mariä Himmelfahrt (15. August) prachtvolle Feierlichkeiten statt, die Menschen aus ganz Zypern anlocken. Zum Kloster gehört ein sehr schön gestaltetes Museum, in dem Ikonen und liturgische Gerätschaften ausgestellt sind (Öffnungszeiten täglich 8:30-12:30 | 13:30-18:30 Uhr).