Halbinsel Akámas

File 356An der Westküste Zyperns ragt die Akámas-Halbinsel forsch gen Norden in das Mittelmeer hinein und formt mit ihren Grenzen im Osten den Beginn der großen und schönen Chrysochou-Bucht. Durch die Landschaft zieht sich eine Hügelkette, sie ist herrlich mit Zypressen, Pinien und Eukalyptusbäumen bewachsen und weist die größte Dichte an Flora und Fauna der gesamten Insel auf. Über 500 Pflanzenarten sind in der Region beheimatet, darunter viele Arten, die andernorts auf der Welt längst ausgestorben sind.
File 473Die Gegend ist traumhaft naturbelassen, fast schon schwer zu passieren und für abenteuerliche Wanderungen sowohl zu Fuß als auch mit dem Mountainbike sehr gut geeignet. Touren mit einem Allrad betriebenen Fahrzeug sind auch möglich, allerdings sind die Wege sehr schlecht ausgebaut, so dass es sich empfiehlt ab bestimmten, schwer zu passierenden Stellen die Gegend zu Fuß zu erkunden. Außerdem muss man sich auf eine unzulängliche Beschilderung einstellen. Die einzige öffentliche Verbindung zu den Wäldern und Hügelketten von Akámas ist ein Bus, der von Pafós zu den Bädern der Aphrodite und zurück fährt.

In den 1980er Jahren zog es viele Althippies in diese unberührte Region. Besonders der touristische Bauboom und das lärmende Strandleben im Süden veranlassten schon damals einige Reisende, sich lieber an Orte zu begeben, die in ihrer Ursprünglichkeit die ganze Schönheit der Natur noch bewahrt haben.

Bei den Bädern der Aphrodite starten zwei der schönsten Wanderlehrpfade. Wie so oft auf Zypern tragen sie Namen berühmter mythologischer Figuren, deren verzweigte Geschichten von den antiken Autoren in real existierende Regionen verlegt wurden – hier der Aphrodite-Pfad und der Adonis-Pfad. Beide sind ca. 8 km lang und führen zunächst zum Turm der Königin „Pyrgos tis Rigenis“, der Teil eines verfallenen byzantinischen Klosters im Schatten einer über 100 Jahre alte Eiche ist. Der Aphrodite-Pfad führt um die ca. 350 m hohe Anhöhe Mouti tis Sotiras, dann weiter runter zur Küste und zurück zum Ausgangspunkt. Auch auf dem Adonis-Pfad kommen Sie zum Startpunkt zurück, er richtet sich ab der Klosterruine gen Süden, ist weniger hügelig und mit gemütlichem Schritt zu bewältigen.

Grundsätzlich ist die beste Reisezeit für Zypern im Frühjahr oder Herbst, denn dann sind zum einen die Temperaturen erträglich und zum anderen breitet sich eine herrlich duftende Blütenpracht aus. Neben dem seltenen Pflanzenreichtum existieren in der Akámas-Region auch über 70 Vogelarten, 15 Säugetierarten und mehr als 20 Reptilienarten. Zusätzlich kreisen viele verschiedene Schmetterlingsarten um die farbenfrohen Blüten, darunter auch das Wahrzeichen der Region – der Glaucopsyche Pafos.