Lára Bay

File 410Der Strand der Lára Bucht liegt an Zyperns Nordwestküste im landschaftlich dicht und exotisch bewachsenen Gebiet der Akámas Halbinsel. Rund um die Küste leben in Meereshöhlen vom Aussterben bedrohte Mönchsrobben. Der lange und feinsandige Küstenstreifen des Lára Strandes ist nahezu menschenleer und die Heimat der grünen Meeresschildkröte und unechten Karettschildkröte. Damit die Tiere ungestört ihre Nester tief im Sand ablegen können, steht das Gebiet bereits seit den 1970er Jahren unter Naturschutz. Bis zu fünf Mal kommen die Tiere zwischen Juni und August an den Strand um ihre dünnschaligen Eier zu vergraben. Nach 6 bis 8 Wochen schlüpfen die Jungtiere in der Nacht aus ihren Eiern und versuchen schließlich das Meer zu erreichen. Während der Brutzeit ist der Strand komplett bewacht um den Vorgang vor menschlichen Eingriffen wie hellem, unnatürlichen Licht oder Autofahrten direkt bis an das Ufer zu schützen. Darüberhinaus werden Nester von anderen Orten der Insel durch freiwillige Helfer zu gegebener Zeit hierher gebracht, damit die Jungtiere ungestört schlüpfen können.
Zum Umfang des ebenfalls in den 70er Jahren entstandenen Tierschutzprojektes Lára Turtle Station gehören neben Brutkästen auch Drahthauben, die die Nester vor Raub durch andere Tiere wie Krabben, Strandfüchse, Krähen und Habichte bewahren sollen.
Zur Ferienzeit im Sommer ist es daher nicht erlaubt den Lára Strand zu nutzen. Vielmehr freuen sich die Tierschützer über interessierte Besucher des Informationszentrums zum Leben und Schutz der Wasserschildkröten. Außerdem kann man die Tiere in freier Natur beobachten. Eine Strandtaverne bietet Verpflegung und Getränke, allerdings empfiehlt es sich selber etwas mitzunehmen und zum Beispiel ein Picknick vor Ort zu machen.
Diejenigen, die gerne abseits von Sonnenschirmen und touristischem Trubel abenteuerliche Strandspaziergänge und Naturerkundungen unternehmen, werden hier in landschaftlicher Angrenzung an das vegetationsreiche Naturschutzgebiet der Akámas Halbinsel viel Freude haben. Zwischen der Lára Bucht und dem äußersten Zipfel der Akámas Halbinsel, dem Kap Arnaoutis liegen kleine 50 bis 100 m lange Sand- und Felsstrände, an denen das Schwimmen und Sonnenbaden erlaubt ist. Sie sind sehr einsam und nicht selten treffen Sie am Ufer auf steil abfallende Felsen. Das Meer an diesen Stränden kann also auch gefährlich sein und es gibt dort keine Rettungsschwimmer.